Windtabelle

Die Beaufortskala ist eine Skala zur Klassifikation von Winden nach ihrer Geschwindigkeit. Es handelt sich um das am weitesten verbreitete System zur Definition der Windgeschwindigkeit.

Umrechnen leicht gemacht: Wieviel Knoten sind wieviel Beaufort, km/h, m/s?
Wasseroberfläche Bft. kn km/h m/s Auswirkungen der Windstärke auf See
Legende: Bft. = Beaufort; kn = Knoten; km/h = Kilometer pro Stunde; m/s = Meter pro Sekunde
Fotos: Zentrales Medienarchiv Wikimedia Commons
0 Beaufort 0 < 1 < 1 0 - 0,2 Stille, spiegelglatte See.
1 Beaufort 1 1 - 3 1 - 5 0,3 - 1,5 Leiser Zug, kleine schuppenförmig aussehende Kräuselwellen ohne Schaumkämme.
2 Beaufort 2 4 - 6 6 - 11 1,6 - 3,3 Leichte Brise, kleine Wellen noch kurz, aber ausgeprägter; die Kämme sehen glasig aus und brechen sich nicht.
3 Beaufort 3 7 - 10 12 - 19 3,4 - 5,4 Schwache Brise, die Kämme beginnen sich zu brechen; Schaum überwiegend glasig, ganz vereinzelt können kleine weiße Schaumköpfe auftreten.
4 Beaufort 4 11 - 16 20 - 28 5,5 - 7,9 Mäßige Brise, Wellen sind noch klein, werden aber länger; weiße Schaumköpfe treten schon ziemlich verbreitet auf.
5 Beaufort 5 17 - 21 29 - 38 8,0 - 10,7 Frische Brise, mäßige Wellen, die eine ausgeprägtere lange Form annehmen; überall weiße Schaumkronen; ganz vereinzelt kann schon Gischt vorkommen.
6 Beaufort 6 22 - 27 39 - 49 10,8 - 13,8 Starker Wind, die Bildung großer Wellen beginnt; Kämme brechen und hinterlassen größere weiße Schaumlachen, etwas Gischt.
7 Beaufort 7 28 - 33 50 - 61 13,9 - 17,1 Steifer Wind, See türmt sich, der beim Brechen entstehende weiße Schaum beginnt sich in Streifen in die Windrichtung zu legen.
8 Beaufort 8 34 - 40 62 - 74 17,2 - 20,7 Stürmischer Wind, mäßig hohe Wellenberge mit Kämmen von beträchtlicher Länge; von den Kanten der Kämme beginnt Gischt abzuwehen; der Schaum legt sich in gut ausgeprägten Streifen in die Windrichtung.
9 Beaufort 9 41 - 47 75 - 88 20,8 - 24,4 Sturm, hohe Wellenberge, dichte Schaumstreifen in Windrichtung; "Rollen" der See beginnt; Gischt kann die Sicht schon beeinträchtigen.
10 Beaufort 10 48 - 55 89 - 102 24,5 - 28,4 Schwerer Sturm, sehr hohe Wellenberge mit langen überbrechenden Kämmen; See weiß durch Schaum; Rollen der See schwer und stoßartig; Sicht durch Gischt beeinträchtigt.
11 Beaufort 11 56 - 63 103 - 117 28,5 - 32,6 Orkanartiger Sturm, außergewöhnlich hohe Wellenberge; die Kanten der Wellenkämme werden überall zu Gischt zerblasen; die Sicht ist herabgesetzt.
12 Beaufort 12 > 63 > 117 > 32,6 Orkan, Luft mit Schaum und Gischt angefüllt; See vollständig weiß; die Sicht ist sehr stark herabgesetzt; jede Fernsicht hört auf.

Sir Francis Beaufort

Sir Francis Beaufort

(Foto: Stephen Pearce)

Die zwölfstufige Skala wurde von Sir Francis Beaufort im Jahre 1806 während seines Kommandos auf dem Schiff Woolwich entwickelt. Die Maßeinheit dieser Skala lautet daher Beaufort, abgekürzt Bft. Als Messinstrument diente ihm dabei das Gesamtverhalten der Segel seines Schiffes bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten. Vordenker dieser Idee waren John Smeaton und Thomas Rouse, die 1759 das Verhalten von Windmühlenflügeln in der Smeaton-Rouse-Skala beschrieben hatten. Beauforts Leistung bestand vor allem darin, die Skalierung landunabhängig zu machen. 1835 wurde die Beaufortskala auf der Ersten Internationalen Meteorologischen Konferenz in Brüssel als allgemein gültig angenommen. Die Windgeschwindigkeit wird wegen der Herkunft aus der Seefahrt in Knoten angegeben.